Drei Wochen Sommerferien, meistens richtig gutes Wetter, jede Menge gute Laune und ein Thema, bei dem es viel zu entdecken gab: „Reise um die Welt“. Gemeinsam mit unseren Ferienkindern haben wir gebastelt, ausprobiert, gelacht, neue Länder kennengelernt und vor allem eine richtig schöne und entspannte Zeit verbracht. Denn bei allem Programm durfte natürlich eines nicht fehlen: Ferien sind Ferien! Also gab es auch viel Zeit zum Spielen, Toben, Quatschen und einfach Draußensein.
Unsere Weltreise begann sogar schon beim Mittagessen. Unser Caterer nahm uns jeden Tag kulinarisch mit in ein anderes Land. Vor dem Essen erfuhren wir, woher das jeweilige Gericht kommt – und mit einem kleinen Sprachführer lernten wir passend dazu, wie man dort „Hallo“, „Auf Wiedersehen“ und „Guten Appetit“ sagt. Manche Begriffe kannten die Kinder tatsächlich schon, bei anderen Sprachen wurde gemeinsam gerätselt und ausprobiert. Auf jeden Fall war es jeden Tag spannend – und vor allem lecker!
Selbstverständlich braucht man für eine Reise um die Welt auch einen Reisepass. Also gestalteten die Kinder ihre eigenen Pässe und konnten darin unter anderem ihr persönliches Traumreiseziel festhalten. Auf unserer großen Weltkarte durfte anschließend gepinnt werden: Wo möchte ich unbedingt einmal hin? Dabei entstanden viele tolle Gespräche darüber, welche Länder die Kinder bereits kennen und was sie schon über andere Teile der Welt wissen.
Auch kreativ ging es rund: Wir bastelten kleine aufklappbare Reisekoffer, in die alles gemalt oder geklebt werden konnte, was für die Kinder unbedingt mit auf Reisen müsste. Wir malten entspannt Bilder aus aller Welt, hörten dazu Musik aus verschiedenen Ländern und ließen es uns draußen gut gehen. Besonders bunt wurde es beim Batiken: Dabei entstanden viele richtig tolle T-Shirts – und vielleicht durfte das eine oder andere davon anschließend sogar mit in den echten Sommerurlaub reisen.
In der zweiten und dritten Woche wurde es richtig abenteuerlich: Bei unserer eigenen kleinen archäologischen Ausgrabungsstätte konnten die Kinder wie echte Archäologinnen und Archäologen fühlen und mit Hammer, Meißel und anderem Werkzeug vorsichtig Fundstücke aus dem Stein zu befreien. Zum Vorschein kamen Münzen aus aller Welt, Juwelen und sogar die ein oder andere kleine Muschel.Es wurde fleißig geklopft, geschabt und staunend untersucht, was gerade ausgegraben wurde. Für viele Kinder war das echtes Schatzsucher-Feeling- und entsprechend spannend war die Frage: Was verbirgt sich wohl noch im Stein?
Ein Teil unserer Weltreise führte uns auch nach Ruanda. Dabei erfuhren die Kinder viel über das Land und darüber, wie Kinder dort leben und zur Schule gehen. Besonders spannend war der Einblick durch einen Verein aus Düsseldorf, der in Ruanda eine Schule aufgebaut hat und dort bis zu 300 Kinder unterstützt. Daraus ist sogar eine Brieffreundschaft mit Schülerinnen und Schülern in Ruanda entstanden – eine tolle Möglichkeit, eine andere Kultur kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und zu erfahren, wie unterschiedlich der Alltag von Kindern in anderen Teilen der Welt sein kann.
Und weil eine Reise natürlich auch echte Ausflüge braucht, machten wir uns gleich zweimal auf den Weg. In der ersten Woche ging es mit Bus und Bahn, Sack und Pack nach Willich ins Okidoki. Dort wurde ausgiebig gespielt, geklettert und getobt. Auf der Rückfahrt waren dann Kinder wie Erwachsene ziemlich entspannt – oder sagen wir lieber: glücklich erschöpft. ?
Beim zweiten Ausflug reisten wir sogar ein bisschen luxuriöser: Ein klimatisierter Doppeldeckerbus brachte uns nach Schloss Beck. Allein die Busfahrt war für viele Kinder schon ein Erlebnis. Vor Ort wurde der Park erkundet, herumgestromert und jede Menge ausprobiert. Unsere Kinder meisterten den Tag wirklich großartig – und entsprechend zufrieden und müde saßen am Ende wieder alle gemeinsam im Bus nach Hause.
Die dritte Woche brachte dann ein bisschen Herzschmerz mit sich: Wir mussten uns von unseren Viertklässlerinnen und Viertklässlern verabschieden, die ihre letzte Ferienbetreuung bei uns verbrachten. Gleichzeitig gab es aber auch schon einen kleinen Blick nach vorne, denn wir durften neue Erstklässlerinnen und Erstklässler kennenlernen. Abschied und Neuanfang lagen in dieser Woche also ganz nah beieinander.
Für eine süße Überraschung sorgte außerdem noch der Eiswagen, der uns besuchte und alle Kinder mit einem leckeren Eis versorgte – bei Sommerwetter natürlich genau das Richtige. ?
Zum Abschluss unserer drei Wochen feierten wir noch einmal gemeinsam. Bei unserem kleinen Abschlussfest mit den Eltern stellten wir aus, was während der Ferien alles entstanden war, erinnerten uns an unsere Weltreise und ließen es uns bei reichlich Kuchen gutgehen.
Und danach waren wir uns ziemlich einig: Wir sind zwar nicht wirklich einmal um die ganze Welt geflogen – aber ein kleines bisschen Welt war in diesen drei Wochen trotzdem bei uns in der OGS zu Gast. ?